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OPEN
SOURCE ARCHITECTURE DIE ARCHITEKTUR OFFENER QUELLEN
OPEN
SOURCE ARCHITECTURE heißt
die Welt neu zu gestalten durch
Strukturen die buchstäblich die Bedürfnisse der Verbraucher
widerspiegeln.
Der
Begriff OPEN SOURCE ARCHITECTURE ist entstanden, um die Ergenbnisse
zu beschreiben, die sich aus funktionellem Code, einer induktiven Annäherung
an die Umwelt und verbraucherfreundlichen Protokollen und Zusammenhängen
entwickelt haben. Etwas
als OPEN SOURCE ARCHITECTURE zu bezeichnen hieß nicht
nur, dass der Verbraucher verschiedene Wege aussuchen konnte, das Programm
an seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen, sondern auch,
dass das Programm durch diese kritische Auseinandersetzung und mit Hilfe
von Mitteln zu denen der Verbraucher selbst zugriff hatte, verändert
werden konnte. Es ist eine meist auf Gemeinschaft basierende Bemühung
und Programme sowie Kommunikationssysteme, die unter diesen Umständen
kreiert wurden, zeichnen sich häufig durch überlegene Geschwindigkeit,
Produktivität und Benutzerfreundlichkeit aus.
Seit
Anfang 2000 haben diese Idee einen enormen Einfluss auf diverse Disziplinen
abseits von Programmation, Anthropologie und Medizin gehabt. Auf die Architektur
angewendet, haben diese ein radikal transformatives Potenzial - im Bezug
auf die Praxis und auf das Konstruktionsergebnis. Für Architekten
ist Open Source Architecture (OSA) gleichbedeutend
mit dem Projekt die Welt umzugestalten und zwar auf eine Weise, die die
neuen Strukturen der Bedürfnisse der Kunden widerspiegelt. Die Begriffe
Kunde und Bedürfnisse sind hierbei im weitest
reichenden Sinne angesiedelt und der Prozess der versucht diese Strukturen
zu verwirklichen, involviert ein offenes Forum. Sei es als Amateur oder
als Fachmann, Teilnehmer an einen OSA Entwurf haben die Autorität
die Richtung oder den Konzentrationspunkt des Projekts zu verändern.
Die Bedürfnisse die diesen Prozess beeinflussen werden nicht nur
von Individuen bestimmt, sondern von der Gemeinschaft. Das Konzept hierbei
ist nicht bloß eine radikalisierte Version von Form folgt
Funktion aber ein Neuordnen von Prioritäten innerhalb des Berufs.
Anders
als die traditionelle Entwurfspraxis beruht OSA nicht auf
einem linearen Prozess oder von vertikal strukturierten Lösungen,
noch handelt es sich um spezifische Antworten auf beengende Fragen. Stattdessen
konzentriert OSA sich auf das Ausdrücken und die Harmonisierung
der sich aus einem Projekt heraus kristallisierenden Gesichtspunkte. Mit
anderen Worten versucht es alle nur möglichen physischen und sozialen
Schnittpunkte anzusprechen, so wie sie von den verschiedenen Teilnehmern
definiert wurden. Das ultimative Ziel von OSA ist individuelle
Strukturen zu kreieren und solche, die durch die Konvergenz von verschieden
an den Standort gebundene Einflüsse gebunden sind - sei es das diese
physikalischer (wie ein Landstrich) oder ephemer Natur sind (wie eine
kurze kulturelle Leistung). Durch die Entdeckung und das Analysieren dieser
Kräfte und die Bestimmung der Formen direkt von diesen, können
die Entwerfer (Kunden, Benutzer und Fachleute mit gleicher Berechtigung)
die Wirklichkeiten eines Platzes hervorholen, die aus schon bestehenden
und noch nicht identifizierten Strukturen bestehten.
Der
Begriff OPEN SOURCE ARCHITECTURE verweist auf beides, den
logischen Prozess der Forschung und Analyse und auf einen Traum der kooperativen
Erfindung.
Er deutet auf einen Entwicklungsprozess, der genauso bestimmt und spezifisch,
wie auch improvisitionell ist. Die Resultate sind nie einseitig, noch
eine Ansammlung von vertikalen Lösungen, sondern die Herausarbeitung
wesentlicher Wahrheiten durch disziplinierte und im hohen Grade induktive
Forschung. Solche Strukturen werden ausdrücklich all den vielen Stimmen
gewidmet, die durch ihre Formen sprechen. Sie entstehen organisch als
Eigenschaften ihrer Standorte (durch welche Definition auch immer) anstatt
als Abbildungen ihrer selbst.
In
dem es die Autoethnography eines Standortes ermöglicht, ist ein OSA
Gebäude hauptsächlich eine Form der Tätigkeit und nicht
der Darstellung. Anders als eine traditionelle Struktur wird sein Entwurf
nicht hauptsächlich durch eine Gestik oder durch die Widmung einer
funktionalen Tätigkeit bestimmt, oder durch seine Rolle bestimmte
Signale zu senden, sondern durch all die Rollen die das Gebäude innehaben
kann - von grundlegenden Funktionen zum tiefen Symbolismus. Die Verwirklichung
beruht buchstäblich auf allen vier Punkten des Kompasses: dem Himmel,
der Erde, der Vergangenheit und Zukunft, des Inneren und Äusseren.
Mit diesen Vorsaussetzungen weist OSA auf neue Informationsquellen
und deren Auswertung, anstatt auf vorhandene Konventionalitäten des
Prozesses oder derer Bedeutung. Die Resultate unterliegen unvermeidlich
ihrer eigenen Politik, aber diese ist so ursprünglich wie die Anforderungen,
die diese erzeugt hat, und die Wirklichkeiten, die sie an das Licht bringt.
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